reviews

Sonic Seducer 1

Review zum Song "Soomtary" (Suchttherapie)
Von wegen 666 - 999 ist die neue number of the beast. Jedenfalls macht der NIN-lastige Seelenstriptease, den Anton Janzen nun schon seit (natürlich) neuen Jahren vollzieht, wohl tatsächlich süchtig. Gitarren a la "Brocken" faden durch den Raum, hier eine noisige Snare, dort ganz viel Gefühl und Tiefe. Ein vielseitiger Tapeworm, bei dem es schwer fällt, sich für einen Repräsentanten zu entscheiden. Ob ihr dem Audiowahnsinn von Sucht999 widerstehen könnt? Nach "Soomtary" sprechen wir weiter.

FD, Sonic Seducer (www.sonic-seducer.de), November 2008


Sonic Seducer 2

Review zum Song "Secret" (Suchttherapie)
"Hallo, ich bin Anton Janzen, kein Neuling beim Battle of the Bands, und gehe in 'Suchttherapie'". Erneut ist Sucht999 rückfällig geworden und zuckt zu höllischen Nine Inch Nails-Gitarren, kranken Psycho-Athmocollagen a la Unit:187, Synthgewitter rauerer Project Pitchfork Tage und schizophrenen Arrangements in verzerrter Realität. Der Underground wartet auf eine neue "Further Down The Spiral" und hat schon mal einen stilistischen Vertreter gefunden, der keine Norm kennt.

FD, Sonic Seducer (www.sonic-seducer.de), November 2006


Sonic Seducer 3

Review zum Song "110901" (Tree of Life)
Das ergiebige Thema rund um die Terroranschläge vom 11. September 2001 hat sich Anton Janzen als Inspiration für diesen Song zu eigen gemacht. Der Name des frickelfreudigen Hirns hinter Sucht999 ist auch die einzige Info, die preisgegeben wurde, ansonsten spricht die Musik ein gewaltiges Wörtchen. Hämmernde Beats, lärmende Gitarrensamples, massig Geräuschwirrwarr und Geschrei zeichnen den chaotischen Zustand nach, der im letzten Jahr in Manhattan geherrscht hat. Dieser Kerl hat echt was auf dem Kasten, insbesondere im Hinblick auf sein ausgeprägtes Rhytmusgefühl.

JK, Sonic Seducer (www.sonic-seducer.de), Dez./Januar 2002/2003


Sonic Seducer 4

Review zum Song "Brain" (Slaves of Darkness)
Nach einem frickeligen Lo-Fi-Electro-Intro á Warp rockt "Brain" auf einmal mit fetten Beats und Gitarrensamples mächtig los. Der Verzerrer läuft auf Hochtouren, trotzdem stellt sich mit der Zeit eine wohlige Harmonie ein. Fern jeder Kategoresierung jedenfalls, und absolut hörenswert, was Anton Janzen da zusammenschraubt.

PWV, Sonic Seducer (www.sonic-seducer.de), Dez./Januar 2001/2002


Beat

Review zu Dying Light
Der Bandname macht es bereits unmissverständlich klar: Hier geht es nicht um fröhliche Tanzmusik und Feel-Good-Hits für die bald wieder anstehenden sommerlichen Grillpartys. Stattdessen steht bei Sucht999 die Thematisierung der „teilweise kranken Verhaltensweisen“ der Menschen und die „zunehmende Dekadenz der Gesellschaft“ auf dem Plan. So weit so gut -(schlecht?) - nichts Neues von der Gothic-/Wave-Front, möchte man sagen. Auf der aktuellen EP „Dying Light“ des Künstlers Anton Janzen, der hinter Sucht999 steckt, ist allerdings eine Vielfalt an Sounds und Klangcollagen zu entdecken, die in diesem musikalischen Genre schon als außergewöhnlich zu bezeichnen ist. Trotz aller ungewöhnlichen Songstrukturen bleiben die acht Tracks inklusive Intro und Outro auf der anderen Seite aber über weite Strecken melodiös und nachvollziehbar, wobei hier allerdings keine tanzbaren Clubhits zu erwarten sind...

Platz 2 in der Demo-Zone


Heiko Bichel, Beat (www.beat.de), Juli/August 2006


Dark Heart

Review zu Dying Light
...Mit heftig kranken Sounds und ungewöhnlichen Soundstrukturen, die an die Grenzen des Möglichen gehen, kreiert Janzen atmosphärisch dichtes und apokalytisch anmutendes Klanggebilde fremdartiger Colouer. Industrial meets Electro!...

Fazit: Überzeugt!


Andreas J., Dark Heart Magazin ( www.darkheartmagazin.de), Januar 2006


Mindbreed

Review zu Dying Light
...Yeah, das ist mal wieder eine Platte, die mir äußert gut gefällt...

...Der erste und letzte Song nennen sich schlicht "Intro" und "Outro". Zwischen liegt eine Welt voller Wut und Zerstörung, sowohl musikalisch als auch lyrisch...

...So hämmert Anton Janzen, der Vater von Sucht999 aus Braunschweig, E-Gitarren in die EBM/Industrial Beats hinein. Und dazwischen immer wieder das herausbrüllen von Wut und Trauer. Komischerweise klingen immer wieder mal so was wie verfremdete asiatische Klänge zwischen dem Kraftgebrüll und den Powersounds...

...Was Sucht999 auszeichnet, ist der gnadenlose Aufbau seiner Songs mit allerhand Störsequenzen darin.

...Es ist nun mal eine Eigenproduktion, daran lässt sich nichts rütteln, aber die eigenwillige Intention steht wie ein Fels im Boden.


Eniz, Mindbreed Onlinezine(www.mindbreed.de), Februar 2006


Musik an sich

Review zu Dying Light
Sucht 999 geht ganz eigene Wege im Dark-Elektro

Anfangs erinnert das atmosphärische Düster-Elektro-Projekt Sucht 999 von Anton Janzen an Das Ich. Aber auch nur anfangs, denn nach den ersten drei bis vier Songs wird alles anders. Die sozialkritischen Texte werden in deutscher Sprache vorgetragen. "Fly with me" ist instrumental. Umrahmt werden die Texte von interessanten Elektrobeats, Schlagzeugparts, Industrialgitarren. "Blinded" ist ein Song mit Gitarrensamples und geschrieenen Textpassagen. "A part of you" ist ziemlich verschachtelt und verspielt...

...Sicherlich ist das Projekt Sucht 999 nichts für zartbesaitete, aber Fans von Das Ich und des experimentellen EBMs könnten ihre Freude daran finden. Die Stücke sind sehr individuell aufgebaut. "No" fällt vüllig aus dem Gesamtkonzept heraus.

Insgesamt trifft Elektro hier auf Industrial, wobei Janzen atmosphärisch verdichtete sowie apokalyptische Klanguniversen schafft. Dabei geht er auch noch seinen ganz eigenen Weg, jenseits von jeglichem Kommerz...


Donata, Musik an sich(www.musikansich.de), Mai 2006


Uselinks

Review zu Dying Light
...Schon der Bandname Sucht 999 ist etwas ungewöhnlich, doch noch ungewöhnlicher ist die dahinter stehend Musik. Stilistisch schwer einzuordnende Songs prasseln auf den Hörer nieder.

Dance-Electronic-Synth-Metal wäre eventuell eine passende Beschreibung. Dieses Gemisch hörbar umzusetzen grenzt schon an Kunst. Das Resultat lässt einen verblüffen, fasziniert hört man zu, gewöhnt sich gerade an einzelne Dinge die dann sofort auf nimmer wieder sehen verschwinden.

Gesanglich wird ebenfalls alles aufgeboten, singen, schreien und flüstern.

Absolut massenunkompatibel unkommerzielle Musik, die sicher ihre Liebhaber finden wird...


[ms], Uselinks(www.uselinks.de), Mai 2006


Nocturnal Hall

Review zu Dying Light
... Auf Dying Light sind die Songs düster und die Texte harsch in ihrer kritischen Aussage und ziemlich wütend und aggressiv intoniert und trotz englischer Titel deutsch.

Die Sounds sind weitestgehend eine brachiale Mischung aus Electro und EBM mit dezenten Industrial Einflüssen und harten Gitarren, wie man sie vielleicht von alten NIN her kennt. Dazwischen gibt es schon mal stampfende Beats und fragile Soundkaskaden. Insgesamt lässt sich der Sound schwer einordnen, pendelt ständig über Genre-Grenzen, ohne sich genau festzulegen. Hintergründig lassen sich sogar dezent orientalische Einflüsse ausmachen. Das macht die Musik von SUCHT999 nicht gerade eingängig aber charismatisch...

...Ich mag Dying Light. Es zeigt Potential, hat interessante Ansätze, agiert abseits gängiger Trends und Genres und hat vor allem Ecken und Kanten. Das macht Dying Light zu keiner perfekten, ausgetüftelten aber eigenwilligen wie eigenständigen Angelegenheit. Meine Empfehlung!


Dajana, Nocturnal Hall(www.nocturnalhall.com), April 2006


Oblivion

Review zu Dying Light
...Merkwürdig: "Dying Light" ist das dritte Album des Braunschweiger Electro-Projektes Sucht 999 und immer noch erscheinen die Werke in Eigenregie, was angesichts des Gebotenen mehr als unverständlich ist.

Die acht Songs von "Dying Light" klingen dabei sehr retromässig nach 80er Jahre Einflüssen der Marke Neon Judgement oder ganz alten Depeche Mode, dies aber sehr dezent und auch eher unterschwellig, denn Sucht 999 offenbaren weiterhin Einflüsse aus klassischen EBM-Strukturen und vereinzelten Zutaten aus der Hexenküche von Das Ich und Goethes Erben, vor allem was die Texte und auch den Gesang betrifft.Auch so manch verquere Rhythmik scheint in der Vielschichtigkeit der Arrangements von Bruno Kramm ihren Ursprung zu haben.

Trotz allen Namedroppings allerdings klingen Sucht 1999 sehr eigenständig, sehr spannend und auf gewisse Weise auch sehr erfrischend und innovativ, wie Nummern wie "Blinded" oder das instrumentale "A Part Of You" zeigen, und auch die Tanzbarkeit ist für Sucht 999 kein Fremdwort...


MK, oblivion(www.oblivion-magazin.de), April 2006


Ragazzi

Review zu Dying Light
...So ungewöhnlich der Name des Projektes, Sucht 999, so die Musik. Diverse Stilmittel sind in den Songs enthalten: Gothic, Electronic, Dance, Symphonic, Metal - was sich hier als völlig unzusammenpassend liest, klingt in Wahrheit sehr wohl überlegt und überzeugend. Keine Ahnung, wie Anton Janzen die einzelnen Sounds und Klänge gespielt und gesampelt hat. Das Resultat jedoch verblüfft. Die experimentellen Stücke haben Klang und Stimmung, sind mal zurückgenommen und leise, brechen aus der Stille aus und schaffen einen melodischen Unruhepol, der viel Spannung hat. Der Gesang zwischen Flüstern und Schreien klingt in allen Facetten aggressiv...

... Vor allem in den Vokaltracks fällt mir die Kürze der Motive auf, schnell sind die einzelnen Themen angespielt, schnell versiegen sie wieder. Da wäre durchaus Potential für mehr Atmosphäre. Am eindrücklichsten sind die instrumentalen Songs, ein Hauch von Devil Doll vermittelt sich, die düsteren Klänge haben Charakter und sind absolut faszinierend...


VM, Ragazzi(www.ragazzi-music.de), März 2006


Re-flexion

Review zu Dying Light
...Sucht999 vermischt Gitarren und EBM/Industrial-Beats ineinander, so dass eine beunruhigende Atmosphäre entsteht. Herr Janzen lässt seiner Wut und Frustration freien Lauf. Die schreienden, hoffnungslosen Vocals unterstützen dieses ohnmächtige Gefühl der Enttäuschung...

Auch wenn die Songs melodiöser sein sollen, sind sie dennoch schräg und wirr. Man braucht eine zeitlang bis man sich darin zurechtfindet und orientieren kann. Wer sich diese Zeit nimmt, wird Überraschungen erleben...

...Ich bin überzeugt, dass Herr Janzen den Pfad der Anerkennung finden wird.


re-flexion(www.re-flexion.de), April 2006


Elektrauma

Review zu Dying Light
...Wir haben es also mit einem vielseitigen jungen Mann zu tun, der auch auf musikalischer Ebene versucht, eigene Wege zu gehen. Und tatsächlich ist seine Musik schwer zu kategorisieren. Und das macht ihn auch interessant...

Sucht999 ist (noch) ein Insidertipp.


Nuuc, Elektrauma(www.elektrauma.de), März 2006



© 2008 Anton Janzen Zum Menü